Gesamtüberlick Alle Produktionen und Filme in einer Liste

 

Produktionen der letzten 21 bzw. 25 Jahre
 

2012

  "Eritrea - Serving the truth Nr.47

Der 30-minütige Dokumentarfilm von Gerhard Faul ist ein akutelles Portrait des ostafrikanischen Landes mit den Schwerpunkten Menschenrechte, Meinungs- und Pressefreiheit.

2010

  "Paradise Lost Nr.46

Mit 'Paradise Lost' hat Gerhard Faul sein Faible für die Endzeitfilme der 80iger Jahre in ein eigenes Werk gegossen. Er würzt die Bauernkriege des Mittelalters mit einer Prise Mad Max und erteilt dem gierigen Finanzsystem den Todesstoss. Der Spielfilm mischt hemmungslos die Genres und verwendet Stilmittel von Musikclips. Die Erlanger Chansonette Johanna Moll hat den Titelsong komponiert.

2009

  "Pflege im Alter - innovative Modelle Nr.45

Bereits heute ist mehr als ein Viertel der Bevölkerung älter als sechzig Jahre. 2,3 Millionen Menschen sind in Deutschland pflegebedürftig, davon 83 Prozent älter als 65 Jahre. Es werden sechs innovative und zukunftsweisende Pflegemodelle vorgestellt.

2008

  "Leben auf der Straße - obdachlose Jugendliche Nr.44

Rund neuntausend junge Menschen leben in Deutschland auf der Straße. Authentische Biographien von zwei jungen Menschen zeigen, die erhoffte Freiheit, Freundschaften und Geborgenheit sind auf der Straße letztendlich nicht zu finden.

  "Chroma Omada - Ein Film über Künstler mit Behinderung Nr.43

Gegründet wurde die Gruppe vor 15 Jahren vom Künstler Wolfgang Zeilinger in Nürnberg. Trotz ihrer Einschränkungen wie Epilepsie entwickeln die 15 Mitglieder vielfältige künstlerische Ausdrucksformen.

  "Tanzpalast - Modernes Tanztheater Nr.42

Die Choreografen der Tanzzentrale haben zusammen mit bildenden Künstlern der Ausstellung 'transpositionen' und der Band 'Wrong Kong' die bewegte Geschichte von Künstlerhaus und KOMM als interdisziplinäres Tanzprojekt umgesetzt.

  "Nur einmal gut essen gehen - Arm und Reich in Deutschland Nr.41

Für den Reichtum weniger müssen viele arbeiten. Die zehn Prozent reichsten Haushalte besitzen 50 Prozent des gesamten Nettovermögens in Deutschland, während die Hälfte der Haushalte sich mit vier Prozent am privaten Vermögen zufrieden geben muss...

2007

  "Schwangerschaft und Alkohol? Nr.40

Für gehörgeschädigte Menschen: In Deutschland werden pro Jahr rund 2000 durch Alkohol geschädigte Kinder geboren. Alkoholkonsum während der Schwangerschaft ist die häufigste Ursache für eine spätere geistige Entwicklungsverzögerung bei Kindern. ...

  "Ich küsse keinen Aschenbecher Nr.39

Für gehörgeschädigte Menschen: In vielen Bereichen der Gesellschaft gilt Rauchen immer noch als Normalität. Dabei schmeckt vielen die Zigarette nicht, doch durch Freunde werden sie zum Rauchen animiert...

  "Ich habe die Mahnungen nicht mehr geöffnet Nr.38

Für gehörgeschädigte Menschen: Mit einer kurzen Spielhandlung einer Jugendclique problematisieren wir unüberlegten Konsum und den Kauf von Statussymbolen. Zwei authentische Fallbeispiele warnen vor Verschuldung und zweigen Auswege auf...

  "Frischfleisch Nr.37

Piet arbeitet im Schlachthof. Sein Chef Hans-Friedrich Pichlstein ist leidenschaftlicher Jäger. Und die Geschichte über Tier und Mensch nimmt ihren Lauf...

2006

  "Ich habe die Mahnungen nicht mehr geöffnet Nr.36

Auf der Straße befragen wir junge Menschen: Wofür geben sie ihr Geld aus? Haben sie Schulden? Mit einer kurzen Spielhandlung einer Jugendclique problematisieren wir unüberlegten Konsum und den Kauf von Statussymbolen.

  "besser drauf ohne Alkohol Nr.35

Kinder und Jugendliche trinken meist im Alter zwischen zehn und dreizehn Jahren erstmals Alkohol. Mit einer Schultheatergruppe inszenierten wir eine kleine Liebesgeschichte.

2004

  "Nürnberg ist meine Heimat Nr.34

Über hundert Jahre lang war die Nürnberger Südstadt das industrielle Zentrum Bayerns. Heute leben in ganz Nürnberg mit einer Bevölkerung von fast einer halben Millionen Menschen 93.000 Ausländer aus 158 Nationen.

  "Unterwegs - Pleiten, Pech und Punker Nr.33

Das Punk Roadmovie aus Franken. Crazy und Sani machen sich auf den Weg zu einem Punk-Konzert auf dem Lande. Bereits auf dem Bahnsteig will Sani noch schnell Bier kaufen gehen und verpasst die Abfahrt des Zuges.

  "Der verschwundene See Nr.32

Schon die Römer wunderten sich auf ihrem Weg nach Osten über diese Ebene, die manchmal gänzlich von einem See bedeckt ist, wo sie zu anderer Zeit saftig grüne Weiden erblickten. Unzählige Wissenschaftler beschäftigten sich mit diesem Phänomen.

2003

  "Ich küsse keinen Aschenbecher Nr.31

In vielen Bereichen der Gesellschaft gilt Rauchen immer noch als Normalität. Während der Anteil der Raucher insgesamt abnahm, hat sich in der Altersgruppe der 12 bis 15-jährigen Mädchen die Quote der Raucherinnen in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt.

  "Sklavenarbeiter für den Endsieg Nr.30 [Buch]

35 Kilometer östlich von Nürnberg soll im Berg Houbirg ein Stollensystem zur Produktion von Flugzeugmotoren der Firma BMW entstehen. Das Projekt steht unter Leitung der SS und erhält die Tarnbezeichnung 'Dogger'.

2002

  "Fremdarbeiter in Nürnberg Nr.29

Auf Einladung des Stadtarchives kamen im Juni 2002 mehrere ehemalige 'Fremdarbeiter' zu einem Besuch nach Nürnberg. Sie kehrten zurück an den Ort, in den sie während der Zeit des Nationalsozialismus unfreiwillig gekommen waren - zur Zwangsarbeit in Nürnberger Betrieben.

  "Heute akzeptiere ich mich, so wie ich bin - Leben mit Depression Nr.28

Zwei depressiv Erkrankte berichten, wie sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen haben. Großer Respekt gebührt Gabriele Kürten und Karl Rügamer, die vor der Kamera bereit waren, über ihre Depressionen und Behandlungen mit uns zu reden.

2001

  "Alkohol in der Schwangerschaft? Jetzt lieber nicht! Nr.27

Ein Film zur Aufklärung eines jungen Publikums. Junge Frauen berichten über ihr Trinkverhalten und ob sie auch während der Schwangerschaft Alkohol zu konsumieren würden. Der Berliner Kinderarzt Prof. Hans-Ludwig Spohr erläutert die Auswirkungen von Alkohol auf den Embryo.

  "Jetzt weiß ich, es war falsch - Alkohol in der Schwangerschaft Nr.26

Ein Film für Fachkräfte, Multiplikatoren und betroffene Frauen. Professor Axel Feige, Kinderarzt Professor Hans-Ludwig Spohr und betroffene Frauen berichten.

2000

  Ich hatte Angst zu versagen - Alkohol am Arbeitsplatz Nr.25

Ingrid Szymanski arbeitet seit 20 Jahren als Krankenschwester im Klinikum Nord der Stadt Nürnberg. Sie pflegt Patienten mit Lungenkrankheiten, darunter unheilbar an Krebs leidende Menschen. Ingrid Szymanski ist verheiratet und hat eine Tochter. Als ihr Kind eingeschult war, arbeitete Frau Szymanski auch nachts auf der Pflegestation. Die Schichtarbeit belastete das Familienleben. Frau Szymanski wurde mit den Erwartungen, die in Beruf und Familie an sie gestellt wurden, nicht mehr fertig. Mit Alkohol fühlte sie sich besser. Es begann mit einem Weizenbier nach der Nachtschicht, um einschlafen zu können...


  KZ Hersbruck und das Doggerweg Nr.24

Am Ortsrand von Hersbruck, 35 km östlich von Nürnberg, existierte von Sommer 1944 bis April ´45 ein Konzentrationslager. Offiziell ein Außenlager von Flossenbürg, war es doch das drittgrößte KZ in Süddeutschland. Die Gefangenen mußten bei Happurg den Berg Houbirg für eine unterirdische Flugzeugmotorenfabrik der Firma BMW aushöhlen. Die Monate in Hersbruck haben sich tief ins Gedächtnis von Alfred Nerlich eingebrannt: “Die Häftlinge mußten den Abraum mit Loren aus dem Berg schaffen - alles im Laufschritt. Es kam öfters vor, daß eine Lore mit den Häftlingen den Berg hinunter kippte. Die Toten wurden mit zurück ins Lager getragen, denn beim Appell mußte die Zahl der Gefangenen stimmen.” Der harte Winter 1944/45 setzte den 6000 Häftlingen zu. Der Franzose Roger Caille war verzweifelt: “Ich war so entkräftet, daß ich es nicht mehr den Berg hoch schaffte. Da habe ich einen Finger auf das Gleis gelegt und ihn mir von der Lore zerquetschen lassen. So kam ich in das Krankenrevier.”...


  Haltlos durchhalten Nr. 23

Yvonne muß auf ihre drei jüngeren Geschwister aufpassen und den Haushalt führen, da beide Eltern arbeiten. Im Alter von 15 Jahren eskalieren die Auseinandersetzungen mit der Mutter. Das Jugendamt Roth bringt sie vorübergehend im Nürnberger Schlupfwinkel unter. Die Rückkehr in die Familie scheint unmöglich. Yvonne kommt in eine Wohngruppe des Vereines für sozialpädagogische Jugendbetreuung (VSJ). Nach dem Schulabschluß beginnt Yvonne mehrere Lehren und bricht alle wieder ab. Die Betreuer halten sie zur Arbeit an. Doch Yvonne bricht zunehmend die Wohnregeln und knüpft Kontakte zur Punker-Szene. Kurz vor Weihnachten wird sie aus der Wohngruppe entlassen. In den folgenden Monaten lebt sie überwiegend am Nürnberger Bahnhof. Allerdings kommt sie regelmäßig zu Besuch in den Schlupfwinkel. Der Schlupfwinkel schlägt eine ambulante Betreuung vor. Dann wird Yvonne im Alter von 17 Jahren schwanger. Christian verstand sich nicht mit seiner Mutter. Wenn sich ihm die Möglichkeit bot, flüchtete er aus der elterlichen Wohnung. Als Christian zehn Jahre alt ist, suchen die Eltern erstmals eine Erziehungsberatungsstelle auf...

1999
  Punx not dead? Nr. 22

Die Punk-Bewegung ist nicht tot zu kriegen. Stimmt die Parole ‚Punx not dead‘ also? Aber auch Punx werden älter. Was ist aus der ersten Generation Punker geworden, die Ende der siebziger Jahre die Bürger verschreckte? Die Suicides aus Erlangen waren im Jahre 1978 die erste Punkband Frankens. Sänger Mike Neun ist heute Musikproduzent und verheiratet. Einer der ersten Punker Nürnbergs war Tomcat. Er berichtet im Film, daß einige aus seiner früheren Clique nicht mehr leben. Ein Freund wurde bei einer Schlägerei erstochen, einer hat sich bei der Bundeswehr erschossen. Während für Mike Neun die Punkbewegung Ende der siebziger Jahre ‚ein böses Spiel‘ war, steht für die heutige Generation junger Punker der Existenzkampf im Vordergrund...

1998
  Ein Leben mit der Angst Nr. 21

Christian Stuhlfauth erinnert sich gut an seinen ersten Angstanfall. Beim Autofahren überfiel ihn plötzlich Schwindel. Er fühlte sein Herz rasen und nahm die Umgebung nur noch durch einen Schleier war. Eine Odyssee von Arzt zu Arzt begann. Aber keiner konnte ein organisches Leiden feststellen. In immer kürzeren Abständen kam ein Gefühl der Existenz- und Todesangst hoch. Christian Stuhlfauth fürchtet sich vor allem vor Angstattacken bei der Arbeit - denn er ist Pfarrer. Beerdigungen bereiten ihm große Probleme. In einer bedrohlichen Situation bekommt jeder Mensch Angst. Doch Angst kann krankhafte Züge annehmen. Wenn Angstzustände auftreten, obwohl keine reale Gefahr erkennbar ist, spricht man von pathologischen Ängsten und Phobien. Fünf bis acht Millionen Menschen leiden in Deutschland unter periodisch wiederkehrenden Angstschüben, so schätzt Prof. Reinecker vom Lehrstuhl für Klinische Psychologie an der Universität Bamberg. Doch nur drei Prozent begeben sich in Behandlung. Viele Betroffene verheimlichen ihre Probleme vor den Nachbarn und dem Arbeitgeber...

  Die Reise zum Mittelpunkt der Nummer 6 Nr. 20

Fliegender Teebeutel, Gesellschaft, zwei Minuten Tee, Freiheit und Individuum so die Kerninhalte dieser halbdokumentarischen bayrisch-britischen Co-Produktion. Die beiden Filmemacher Stephen Street aus London und Norbert Schwab aus Nürnberg hielten ein Treffen der "Prisoner Appreciation Society" 1996 am Originaldrehort der TV-Serie "Nummer 6" in Portmeirion, Wales fest...

  50 Jahre HBV in Franken Nr. 19 [Broschüre]

Broschüre zum 50igsten Geburtstag der Gewerkschaft hbv in Franken

1996
  Von Auschwitz nach Nürnberg Nr. 18

Nur wenige Schritte trennten die ungarische Jüdin Eva Keszler in Auschwitz zwischen Leben und Tod. Von Siemens-Angestellten wurde sie 1944 zusammen mit weiteren 550 Frauen für die Zwangsarbeit in Nürnberg ausgesucht. Dies hat ihr das Leben gerettet. Zuerst mußten die Frauen elektrische Relais zusammenbauen, dann nach den Bombenangriffen Trümmerschutt wegräumen. Das Barackenlager mit den Frauen war dem KZ Flossenbürg unterstellt. SS-Frauen bewachten die Gefangenen. Die Qualen und Folter der SS-Frauen kann Eva Keszler bis heute nicht überwinden...

1995
  Soziokultur in Bayern Nr. 17

Der Film unternimmt eine Bestandsaufnahme der soziokulturellen Zentren in Bayern. Sechs repräsentative Einrichtungen - alle Mitglieder in der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur - werden mit ihren jeweiligen Schwerpunkten und Programmen vorgestellt. Von Lindau bis Schweinfurt berichten Mitarbeiter von ihrer täglichen Arbeit und ihren Problemen...

  Konzentrationslager Flossenbürg Nr. 16

Am 23. April 1945 befreiten amerikanische Truppen das Konzentrationslager Flossenbürg. Als sie das Lager betraten, erblickten sie ausgehungerte, kranke Menschen, die wie Skelette aussahen. Sie fanden auch Berge von Leichen. Im Lager trafen die Befreier noch 1.600 Menschen an. Die meisten Gefangenen waren kurz zuvor von der SS in langen Kolonnen über den Oberpfälzer Wald Richtung Süden getrieben worden. Das KZ Flossenbürg existierte von Mai 1938 bis 1945. Nahe der tschechischen Grenze sollten sich die Häftlinge im Granitsteinbruch zu Tode schinden. Kaum jemand hielt die Schwerstarbeit länger als drei Monate durch. Ab 1943 wurde auch Messerschmitt-Jagdflugzeugen in Flossenbürg gefertigt. Die beiden ehemaligen tschechischen Häftlinge Jaroslav Venclik und Milos Volf berichten im Film über den Hunger, Läuse und über stundenlanges Stehen in der Kälte auf dem Appellplatz...

1994
  Milch für Cubas Kinder Nr. 15

In Cuba erhielten Kinder bis zum Alter von sieben Jahren täglich kostenlos einen halben Liter Milch vom Staat. Da Cuba die notwendige Milchmenge wegen der klimatischen Bedingungen nicht selbst herstellen kann, schloß die Regierung einen Vertrag mit der DDR über die Lieferung von Milchpulver. Dieser Vertrag hatte eine Laufzeit bis zum Jahr 1995. Nach der Wiedervereinigung beendete die Bundesregierung die Lieferungen, obwohl laut Einigungsvertrag alle außenpolitischen Verpflichtungen der DDR weitergeführt werden mußten. Die Schulden Cubas bei der DDR wurden dagegen in D-Mark umgerechnet. In der Folge mußten mehrere Milchtrocknungswerke in Ostdeutschland ihre Produktion einstellen und die Mitarbeiter entlassen. Auch Molkereigenossenschaften waren betroffen...

  Kekse und andere Leidenschaften Nr. 14

In Ansbach haben Jugendliche einen Tante-Emma-Laden gemietet und darin ein selbstverwaltetes Cafe eröffnet. Die Einrichtung wurde selbst gebastelt und geschweißt. In den engen Räumen tritt sogar gelegentlich eine Nachwuchsband auf. Einige Jugendliche haben sich zusammengesetzt und ein Drehbuch für einen Kurzfilm geschrieben, der im und um das Cafe Muggefugg spielt. ‚Kekse und andere Leidenschaften‘ ist ein Anti-Pädagogen-Film. In Ekstase frönen Jugendliche dem Alkohol und illegalen Drogen. Im Gewölbe des Gymnasiums feiern hysterische Abiturientinnen schwarze Messen. Scherben bringen Glück und ersparen das Abspülen. Und der Pogo auf der Straße beruhigt den Verkehr.

1992
  KZ Hersbruck - wieviel Umgang braucht die Vergangenheit? Nr. 13

"Ein Menschenleben war überhaupt nichts wert. Die Häftlinge starben wie die Fliegen, jeden Tag. Ich habe nie wieder eine solche totale Nichtachtung der Menschenwürde erlebt, wie im Lager Hersbruck” - so beschreibt der Schriftsteller Bernt Engelmann seine Zeit im KZ-Außenlager Hersbruck. Mit insgesamt 10.000 Häftlingen war es nach Dachau und dem Hauptlager Flossenbürg das drittgrößte KZ in Süddeutschland. Im Sommer 1944 errichtet, sollten KZ-Häftlinge in den Berg Houbirg bei Happurg eine unterirdische, bombensicher Fabrik für BMW-Flugzeugmotoren bauen. Bis Kriegsende hatten die Stollen und Hallen eine Länge von 3,5 Kilometern erreicht. Fast 4000 Häftlinge kamen an der Baustelle um, starben an Seuchen und Hunger im Lager oder auf dem Todesmarsch. Wir befragten Hersbrucker und Happurger Bürger, was sie noch über das Konzentrationslager wußten. Bei vielen stießen wir auf Ablehnung. Bernt Engelmann zieht einen Vergleich zwischen dem heutigen Rechtsextremismus und der Nazizeit...

1991
  Der Kunststall auf der Schlachtbank Nr. 12

Im alten Fürther Schlachthof wird der Geruch von Fett und Kuhdung zunehmend von Pastell- und Lackfarben überdeckt. In den Rinderhallen haben Künstler ihre Staffeleien aufgebaut und aus dem ehemaligen Verwaltungsgebäude dröhnt die Musik übender Gruppen. Es entwickelt sich eine lebendige Gemeinschaft. Nächtelang wird am Lagerfeuer philosophiert, gescherzt, getrunken und musiziert. Doch die Nutzung ist befristet.

  Die neue Weltordnung Nr. 11

Nach der Eroberung Kuwaits durch den IRAK rüstet der Westen zum Gegenschlag. Es geht um die Kontrolle über das Öl und die Vorherrschaft in der arabischen Region. Wie in anderen Städten bildet sich auch in Nürnberg ein Bündnis gegen den Krieg. Bei Eiseskälte werden Mahnwachen abgehalten und Demonstrationen organisiert. Beschäftigte vom Nürnberger Klinikum verfassen eine Resolution, die einigen Wirbel auslöst. Im Film kommt auch ein irakischer Flüchtling zu Wort.

  Die braunen Kolonnen dürfen nie wieder marschieren Nr. 10

In Wunsiedel liegt Rudolf Hess begraben. Jedes Jahr im August versuchen alte und neue Nazis einen Gedenkmarsch abzuhalten. Im Jahr davor kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Gegendemonstranten. Dies diente als Begründung für ein Versammlungs- und Demonstrationsverbot in Wunsiedel. Die ‚Hess-Verehrer‘ wichen nach Bayreuth aus. Der Versuch den Gedenkmarsch wie auch die Gegendemonstration in Bayreuth zu verbieten, scheiterte nach mehreren Instanzen vor Gericht. Am 17. August wurden an allen Zufahrtsstraßen verdächtige Fahrzeuge kontrolliert. Linke wie Rechte waren mit jeweils 2000 Beteiligten etwa gleich stark. Die Polizei versuchte beide Demonstrationen getrennt zu halten. Mit Trommelwirbel zogen die Nazis durch die Altstadt. Am Abend zeigte sich die Polizeiführung zufrieden, größere Zusammenstöße wie im Jahr zuvor in Wunsiedel unterdrückt zu haben. Doch zur gleichen Zeit zertrümmerten Skinheads auf der Autobahnraststätte Steigerwald die Scheiben eines Busses mit Gegendemonstranten.

1990
  Subito - alles, hier und jetzt Nr. 9

Michael ist 19 Jahre und steht kurz vor dem Abitur, als er bei seinen Eltern auszieht. Vorübergehend zieht er zu einem Freund und macht sich auf Wohnungssuche. Geld verdient er sich als Brezenverkäufer in der Innenstadt und als Aushilfe an der Tankstelle. Mit seinen Freunden hängt er im Komm, Kunstverein oder in der Disko ‚Kitsch‘ herum. In der Disko lernt er dann auch die Studentin Sabine kennen. Das kränkt Karin aus seiner Clique, die ihn heimlich liebt.

  Gera - eine Stadt in der DDR Nr. 8

Im Juni und Juli 1990 drehten wir drei Wochen in Gera, der Metropole Ostthüringens. Wir trafen auf verunsicherte Menschen in einer Zeit schneller Veränderungen. Die Währungsumstellung am 1. Juli führte über Nacht zu rapiden Preissteigerungen. Grundnahrungsmittel verteuerten sich um das fünffache, während die Einkommen gleich blieben. Wenige Kilometer von Gera entfernt wurde durch die deutsch-sowjetische Firma Wismut Uran abgebaut. 120 Meter hohe Abraumpyramiden überragen die Landschaft. Die Wismut war der größte Arbeitgeber der Gegend. Beschäftigte äußern ihre Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Frauen und ausländische Vertragsarbeiter werden zuerst entlassen. Mit dem Arbeitsplatz geht auch der Anspruch auf den firmeneigenen Kinderkrippenplatz verloren. Die Betriebe finanzierten auch eigene Jugendclubs. Im Zeiss-Werk Gera gelang dagegen die Umstellung von Rüstungsproduktion auf zivile Erzeugnisse. Im Machtvakuum der sich auflösenden DDR blühten Subkulturen auf - Hausbesetzer und Punks auf der einen Seite, Skinheads auf der anderen...

  USK - Polizeisondereinheiten gegen soziale Bewegungen Nr. 7

Als Reaktion auf die Proteste gegen den Bau der WAA schuf der Freistaat Bayern eine neue Polizeitruppe. Mit den Stimmen von CSU und SPD hat der Landtag die Aufstellung der Unterstützungskommandos beschlossen. Offizielle Begründung waren die tödlichen Schüsse von Demonstranten auf Polizisten an der Startbahn West im November 1987. Bei der Faschingsdemonstration 1989 am Baugelände der WAA und bei einer Studentendemonstration in Erlangen gingen die USK-Trupps brutal gegen friedlich Demonstranten vor. Sinnvoller ist der Einsatz gegen Hooligans im Fußballstadion. Bayernweit gibt es etwa 600 USK-Beamte. Im Film ist auch das Training der USK zu sehen...

  Naziaufmarsch und Gegendemonstration in Wunsiedel Nr. 6

Am 17. August 1987 starb im Gefängnis im Kriegsverbrechergefängnis in Berlin-Spandau der ‚Führerstellvertreter‘ Rudolf Hess. Im oberfränkischen Wunsiedel liegt er begraben. 1990 versammelten sich etwa 800 alte und neue Nazis, verstärkt durch Skinheads aus den neuen Bundesländern, in Wunsiedel zu einem ‚Hess-Gedenkmarsch‘. Ein breites Bündnis von Antifaschisten rief zu einer Gegendemonstration auf. Beide Demonstrationen waren für unterschiedliche Tageszeiten genehmigt worden. Ab dem frühen Morgen richtete die Polizei auf allen Zufahrtsstraßen nach Wunsiedel Kontrollstellen ein. Um 14 Uhr begann die Gegendemonstration mit ca. 3000 Teilnehmern. Um 16.30 Uhr wollten die Rechten marschieren. Doch das Zentrum der Kleinstadt war von Antifaschisten blockiert. Es kam zu ersten Zusammenstößen zwischen Linken und Rechten. Kurzfristig überlegten Polizeiführung und Landrat ein Verbot des Nazimarsches. Doch schließlich räumte ihnen die Polizei die Straße frei...

1989
  Wir geben unserer Zukunft ein Zuhause Nr. 5

Anfang der achtziger Jahre gab es eine Welle an Hausbesetzungen in Nürnberg. Die Stadt stellte den Besetzern zwei Abbruchhäuser zur Verfügung. Eine Zeit lang kehrte Ruhe ein. Doch 1989 bildet sich eine neue Häuserkampfbewegung. Zwei Häuser werden okkupiert und von der Polizei geräumt. Es folgt die Besetzung einer öffentlichen Fläche und die Errichtung eines Zeltlagers. Ein Besuch beim Leiter des Liegenschaftsamtes führt zu leichter Unruhe im Behördenalltag. Doch die Phantasie kennt keine Grenzen. Die Stadtpiraten bauen Flöße und schippern lautstark auf der Pegnitz mitten durch Nürnbergs Altstadt...

  Niemand wird als Revolutionär geboren Nr. 4

Impressionen an einem nebligen Tag bei Wackersdorf. Musikuntermalte Bilder vermitteln die Liebe der Oberpfälzer zu ihrer Landschaft und machen verständlich, warum bodenständige Bürger plötzlich auf die Barrikaden steigen...

1988
  Atomtransporte Nr. 3

Die Nutzung der Kernenergie zu zivilen und militärischen Zwecken ist mit Atomtransporten verbunden. Das Uran für die deutschen Atomkraftwerke kommt überwiegend aus Südafrika, Kanada und Australien. Im Hanau werden daraus Brennelemente hergestellt. Nach drei Jahren Betrieb im AKW müssen die Brennstäbe in Wasserbecken zwischengelagert werden. Anschließend soll die Aufbereitung oder Endlagerung folgen. Die abgebrannten Brennelemente werden auf der Schiene, Straße und zu Wasser transportiert. Dabei können jederzeit Unfälle passieren. Die Bevölkerung entlang der Transportwege ist beunruhigt. In Nürnberg formiert sich der Widerstand gegen die geplanten Bahntransporte durch das Stadtgebiet nach Wackersdorf. Nach Protesten und Demonstrationen verbot die Stadt Lübeck die Verladung von abgebrannten Brennelementen auf das Spezialschiff Sigyn zum Transport nach Schweden. Ohne die Transporte von Brennelementen kann der Atomkreislauf nicht aufrecht erhalten werden.

1987
  Der Geschmack von Freiheit und CS Nr. 2

Vom gewaltfreien Hüttendorf bis zur Schlacht am Bauzaun der WAA liegen zwei Jahre an Erfahrungen mit der Staatsgewalt. Der Glaube an den Rechtsstaat schwindet im Tränengasbeschuß der Wasserwerfer. In der Oberpfalz blüht eine lebendige Widerstandskultur auf. Der Bau der WAA kostet erste Todesopfer. Am Bau verdient die KWU in Erlangen, wo die Anti-Atomkraftbewegung eine Großdemonstration organisiert...

  Aktionstage gegen die WAA Nr. 1

Für die Aktionstage 1987 schließen sich die Oberpfälzer Bürgerinitiativen mit der Friedensbewegung, von der Entlassung bedrohte Maxhütte-Arbeitern und überregionalen Gruppen ein Bündnis. Immer wieder wird der Verkehr zur Baustelle der WAA blockiert. Mit Härte geht die Polizei gegen einen Traktorenkonvoi von Bauern vor. Zum Abschluß der Aktionstage versammeln sich 30.000 Menschen am Bauzaun der geplanten WAA, obwohl die Demonstration verboten ist.

 

Liste - ENDE
Schnell-Wahl-Menü: